Taifun Haima bedroht die Philippinen

Philippinen

Tausende Menschen könnten von dem Hurrikan der Stufe 4 von 5 bedroht sein. Unsere Teams sind unterwegs in die Region Luzon, um die Schäden und Bedürfnisse zu evaluieren.

Die Stadt Guiuan nach dem Taifun Haiyan 2013 | © B. Blondel / Handicap International

Am Samstag, 15. Oktober, war bereits der Taifun Sarika über die Philippinen hinweggezogen und hatte dabei mehr als 8 000 Menschen betroffen, Tausende zur Flucht gezwungen und schwere Überschwemmungen verursacht. Nun bereiten sich die Menschen auf einen neuen Taifun vor: Taifun Haima. Dieser Taifun, der sich im Pazifik zusammengebraut hat und derzeit Windspitzen von 128 Stundenkilometern erreicht, könnte auf seinem Verwüstungszug im Norden der Philippinen ab dem 20. Oktober abermals Tausende von Menschen treffen.

Unsere Teams engagieren sich seit 30 Jahren auf den Philippinen und stehen bereit, um den Schutzbedürftigsten beizustehen. Nach dem Abzug des Taifuns könnten Evaluationen durchgeführt werden, um die am schwersten betroffenen Gebiete und Bevölkerungen zu ermitteln. Ab dem 20. Oktober starten unsere Expertinnen und Experten auf ihre Evaluierungsmission.

"Bei einem Taifun können heftige Sturmböen Wohngebäude ganz oder teilweise zerstört. Für die lokale Bevölkerung gehen von davonfliegenden Blechdächern, fallenden Steinen und der Zerstörung von Infrastrukturen und Häusern ernsthafte Verletzungsgefahren aus, und dies ganz besonders in den dicht besiedelten städtischen Gebieten."
Eric Weerts, Rehabilitations- und Nothilfe-Experte von Handicap International.

"Der Taifun könnte starke Überschwemmungen und Landrutsche verursachen – und dabei die Ernten massiv bedrohen. Der Norden der Philippinen ist abhängig von der Landwirtschaft. Zerstörte Plantagen hätten katastrophele Folgen für die Bevölkerung."
Laura Giani, Desk officer von Handicap International für Asien.

Handicap International setzt sich in den Philippinen regelmässig für die von Naturkatastrophen betroffene Bevölkerung ein. Der Verein ist insbesondere an der Seite der Gemeinden und der lokalen Behörden aktiv und ergreift Massnahmen zur Vorbereitung auf die Gefahren durch Naturkatatastrophen, damit Schutzbedürftige und insbesondere Personen mit Behinderungen berücksichtigt werden.

Nach dem letzten Wirbelsturm sind in Haiti, einem der ärmsten Länder der Welt, seit zwei Wochen Notfallteams im Einsatz. Der Verein hat auch im November 2013 nach dem Taifun Haiyan, der mehr als 14 Millionen Menschen betroffen und über 6 000 Menschen das Leben gekostet hat, einen grösseren Einsatz geleistet.

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